Der Sportkreis Waldeck

Der Landessportbund Hessen mit seinen rund 8000 Sportvereinen und 2.2 Mio. Mitgliedern ist laut Satzung in Sportkreise gegliedert. Sie sind gleichsam Sportbünde im Kleinen.

Sie arbeiten mit den Fachverbänden derselben Ebene, also etwa Fußball-, Handball-, Tennis- oder Leichtathletikkreis zusammen, sind aber im Gegensatz zu diesen überfachlich tätig.

Sie organisieren keine Meisterschaften oder Spielrunden.

Nach einer Definition der LSB H – Strukturkommission sind die Sportkreise Vertreter des Landessportbundes gegenüber den Vereinen.

Auf der anderen Seite bündeln sie die Interessen der Vereine zum einen gegenüber dem LSBH, zum anderen gegenüber Städten, Gemeinden, Landkreisen, Regierungspräsidien und den Fachbehörden.

Sie pflegen Kontakte zu politischen Parteien sowie zu den Mandatsträgern ihres Kreises, gleich ob sie im Gemeindeparlament sitzen oder im Bundestag.

Geführt werden die Sportkreise von einem ehrenamtlichen Vorstand. Diesen wählt der so genannte Sportkreistag, die Versammlung der Delegierten aller stimmberechtigten Sportvereine im Sportkreis alle 3 Jahre. Jeder Verein darf pro 250 Mitglieder einen Delegierten stellen.

Vereine mit weniger als 250 Mitgliedern entsenden einen Delegierten.

Die Strukturkommission forderte 1994 unter anderem, dass die Geschäftsstellen der Sportkreise, die Funktion „einer attraktiven Betreuungs- und Beratungsstelle erfüllen“ müssen.

Sportkreise sollen außerdem zur Qualifizierung der Mitarbeiter und Führungskräfte auf Vereinsebene beitragen.

Der „Sport mit besonderen Zielgruppen“ auf Vereinsebene (Ausländer, Aussiedler, Behinderte, ältere Menschen) müsse durch die Kooperation etwa mit Krankenkassen, Ausländerbeiräten, Wohlfahrtseinrichtungen gefördert werden. Ein weiteres Feld ist die Beratung der Vereine in Umweltfragen.

Nach wie vor ein heißes Eisen ist die Empfehlung, eine Neugliederung der Sportkreise „analog der politischen Kreise auf freiwilliger Basis“ zu vollziehen.

In seiner Klausurtagung am 23.04.2005 in USSELN, hat sich der Vorstand des Sportkreises Waldeck einstimmig dafür ausgesprochen, dass eine Neugliederung der Sportkreise „analog des politischen Kreises auf freiwilliger Basis“ anzustreben ist.



Dieter Feurich, Vorsitzender